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Blog von Daniel Grewing

Auf den Weg zur Superintelligenz

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Vor wenigen Wochen gingen Berichte über ein Duell im Spiel Go zwischen einem der besten Spieler der Welt, Lee Sedol,  und der Software von Google AlphaGo durch die Medien. Das Spiel Go ist noch komplexer als Schach und es wurde lange daran gezweifelt, dass eine Software so bald in der Lage sein würde einen Profispieler schlagen zu können. Nach drei Partien stand es am Ende 3:1 für AlphaGo.

Einige waren überrascht, dass der Sieg so deutlich für Google ausging. Mich überraschte vielmehr, dass es bereits jetzt, 2016, soweit war. In Superintelligenz beschreibt Nick Bostrom die Gefahren bei der Entwicklung der künstlichen Intelligenz. Sein Buch erschien 2014 und Bostrom ist eine bekannte Kompetenz auf dem Gebiet der Zukunftsforschung und Superintelligenz.

Superintelligenz (wörtl. Über-Intelligenz) bezeichnet Wesen oder Maschinen mit dem Menschen überlegener Intelligenz. Der Begriff findet insbesondere im Transhumanismus und im Bereich der Künstlichen Intelligenz Verwendung. Ein tatsächlich geistig überlegenes Wesen, das die Kriterien einer Superintelligenz erfüllt, ist nach heutigem Kenntnisstand nicht bekannt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Superintelligenz

In einem Vergleich macht er deutlich, bei welchen Spielen und ab welchem Jahr der Mensch kein Gegner mehr für einen Computerspieler war. Interessant ist, dass Bostrom für das Spiel Go 2014 eine Computerintelligenz noch als amateurhaften Spieler einstufte. Zwei Jahre später kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, dass ein menschlicher Spieler jemals eine Chance gegen AlphaGo oder eine andere Software haben wird. Zum Vergleich wann eine Software bei bekannten Spielen ein übermenschlicher Gegner war: Backgammon 1979, Dame im Jahr 1994 und im Schach besiegte 1997 Deep Blue von IBM den Schachweltweister Kasparow.

Es ist also viel eher eingetreten. Es kann natürlich sein, dass Bostrom eine falsche Einschätzung über den aktuellen Stand der KI-Forschung gehabt hat. Es kann aber auch bedeuten, dass die großen Internetunternehmen wie Google, Facebook oder Apple an Systemen arbeiten von denen wir nichts ahnen und sie dann plötzlich der Öffentlichkeit vorstellen. Ich denke wir werden in den nächsten Jahren noch einige Überraschungen im Bereich der künstlichen Intellegenz erleben.

Bostrom beschreibt ein sehr düsteres Bild in Superintelligenz und für ihn scheint es nur eine Frage der Zeit bis eine Superintelligenz die Macht über die Menschheit übernimmt. Seine Schlussfolgerungen scheinen mir durchaus logisch und seine Motivation ist auch eine Diskussion in der Gesellschaft anzuregen (der erste Gipfel in Deutschland findet im April statt). Ich bin aber skeptisch, dass eine KI-Software so schnell zu einer Superintelligenz reifen kann und in der Lage wäre, die Geschicke der Menschheit zu lenken. Aber vielleicht ist es doch bald soweit und wir werden von einer Superintelligenz überrascht, die es als ihre Lebensaufgabe sieht möglichst viele Büroklammern herzustellen.

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