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Blog von Daniel Grewing

Cup of Excellence, der Oskar der Kaffeewelt

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Für Kaffee werden verschiedene Qualitätssiegel vergeben. Es gibt Fairtrade, Transfer Germany oder nicht so bekannte wie Utz Certified oder Forest Grown. Ziel der meisten Labels ist die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Bauern, der Arbeitsbedingungen und mehr Transparenz über alle Abschnitte der Kaffeeproduktion. Eine Auszeichnung, die auch diese Kriterien bewertet, aber einen Schwerpunkt auf die Verkostung legt, vergibt die Alliance for Coffee Excellence Inc. (ACE), den “Cup of Excellence” oder den “Oskar der Kaffeewelt”. Dabei handelt es sich um eine gemeinnützige Organisation aus den USA. Diese arbeitet mit nationalen Organisationen der Kaffee anbauenden Länder zusammen und wählt hochwertigen Kaffee aus. Prämierte Kaffees werden anschließend auf Auktionen verkauft.
Die von der ACE ausgezeichneten Kaffees gibt es nur in sehr begrenzten Mengen. Vor kurzem hatte Röstart in Bochum einen Sack von einen dieser Kaffees. Davon habe ich mir eine Packung gegönnt (250g für etwa 10€), und zwar von Mauricio Rosales und seinem Vater Guillermo Rosales. Diese haben mit ihrem Kaffee den 9. Platz in der 2014er Auktion von Guatemala belegt, und das bei einer Auswahl von 1000 verschiedenen Rohkaffees.

Ich gebe zu, bei einer Blindverkostung hätte ich die Qualität nicht von einem anderen guten Kaffee unterscheiden können. Aber es macht Spaß, sich mit den Hintergründen des Kaffees, dem Land und den Menschen zu beschäftigen. Es ist ein bisschen wie beim Wein: Den kann man auch einfach saufen und in Tetrapacks aus dem Aldi holen. Man kann ihn aber auch genießen, sich mit den Reben beschäftigen, den verschiedenen Regionen und den Qualitätsmerkmalen. Der Vorteil beim Kaffee ist, dass man ihn einige Male am Tag trinken kann. Das könnte man mit Wein natürlich auch machen…
Der Vergleich hinkt weniger als er klingt. Für die Kaffeeverkostung, dem Cupping, gibt es ein sensorisches Vokabular (wie bei Weinproben), welches von der internationalen Kaffeeorganisation ICO geschaffen wurde.

Den Kaffee selbst habe ich mir als French Press Variante mahlen lassen. Zur Zeit ist das auch meine bevorzugte Zubereitungsform. Er schmeckt intensiver als z.B. bei der Filtervariante, weil mehr Inhaltsstoffe im Kaffee bleiben (= mehr Geschmack).

Bildernachweis
Ed Schipul, french press, https://www.flickr.com/photos/eschipul/8106234908

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