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Blog von Daniel Grewing

Cup of Excellence, der Oskar der Kaffeewelt

28. März 2015 Kaffee

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Für Kaffee werden verschiedene Qualitätssiegel vergeben. Es gibt Fairtrade, Transfer Germany oder nicht so bekannte wie Utz Certified oder Forest Grown. Ziel der meisten Labels ist die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Bauern, der Arbeitsbedingungen und mehr Transparenz über alle Abschnitte der Kaffeeproduktion. Eine Auszeichnung, die auch diese Kriterien bewertet, aber einen Schwerpunkt auf die Verkostung legt, vergibt die Alliance for Coffee Excellence Inc. (ACE), den “Cup of Excellence” oder den “Oskar der Kaffeewelt”. Dabei handelt es sich um eine gemeinnützige Organisation aus den USA. Diese arbeitet mit nationalen Organisationen der Kaffee anbauenden Länder zusammen und wählt hochwertigen Kaffee aus. Prämierte Kaffees werden anschließend auf Auktionen verkauft.
Die von der ACE ausgezeichneten Kaffees gibt es nur in sehr begrenzten Mengen. Vor kurzem hatte Röstart in Bochum einen Sack von einen dieser Kaffees. Davon habe ich mir eine Packung gegönnt (250g für etwa 10€), und zwar von Mauricio Rosales und seinem Vater Guillermo Rosales. Diese haben mit ihrem Kaffee den 9. Platz in der 2014er Auktion von Guatemala belegt, und das bei einer Auswahl von 1000 verschiedenen Rohkaffees.

Ich gebe zu, bei einer Blindverkostung hätte ich die Qualität nicht von einem anderen guten Kaffee unterscheiden können. Aber es macht Spaß, sich mit den Hintergründen des Kaffees, dem Land und den Menschen zu beschäftigen. Es ist ein bisschen wie beim Wein: Den kann man auch einfach saufen und in Tetrapacks aus dem Aldi holen. Man kann ihn aber auch genießen, sich mit den Reben beschäftigen, den verschiedenen Regionen und den Qualitätsmerkmalen. Der Vorteil beim Kaffee ist, dass man ihn einige Male am Tag trinken kann. Das könnte man mit Wein natürlich auch machen…
Der Vergleich hinkt weniger als er klingt. Für die Kaffeeverkostung, dem Cupping, gibt es ein sensorisches Vokabular (wie bei Weinproben), welches von der internationalen Kaffeeorganisation ICO geschaffen wurde.

Den Kaffee selbst habe ich mir als French Press Variante mahlen lassen. Zur Zeit ist das auch meine bevorzugte Zubereitungsform. Er schmeckt intensiver als z.B. bei der Filtervariante, weil mehr Inhaltsstoffe im Kaffee bleiben (= mehr Geschmack).

Bildernachweis
Ed Schipul, french press, https://www.flickr.com/photos/eschipul/8106234908

5 Tipps, wie man als Webentwickler gutes Webdesign hinbekommt

22. März 2015 Softwareentwicklung

Bei der Entwicklung von Internetseiten kommen zwei unterschiedliche Tätigkeiten zum Einsatz. Auf der einen Seite der kreative, künstlerische Prozess bei der Erstellung des Webdesigns und auf der anderen Seite, die ingenieurmäßige Implementierung der Webseiten.
Für alle, die sich eher auf der technischen Seite wohl fühlen, habe ich einige Tipps zusammengefasst, wie man auch die andere Seite meistern kann.

1. Die Grundlagen verstehen
Das Webdesign ist eine Disziplin aus dem Grafikdesign. Obwohl das Medium Internet bewegte Bilder und unterschiedliche Anzeigegeräte unterstützt, gibt es doch Ähnlichkeiten mit dem Printdesign. Die Grundlagen von Grafik und Gestaltung zu verstehen heißt auch, diese Aspekte beim Webdesign besser beurteilen zu können.

Ein guter Einstieg ist das Handbuch von Markus Wäger. Die Kapitel zu Form, Farbe, Bild, Schrift, Textsatz, Lesetypografie und Gestaltungsraster sind alles Themen, die auch beim Webdesign eine grundlegende Rolle spielen. Wenn man sich mit diesen Themen vertraut gemacht hat, versteht man die Designprinzipien besser, wie sie die Infografik zeigt.

 

 

2. Wie machen es die anderen

Eine umfassende Sammlung von unterschiedlichen Webdesigns aus verschiedenen Bereichen kann man in den Büchern von Patrick McNeil nachschlagen. Seine Bücher kategorisieren Webseiten nach Farben, nach Typen (Business, Blogs, Portfolio usw.) oder nach Stylings (Minimalistisch, „sketchy“ oder „wood“). Die ersten beiden Ausgabe sind von 2008 bzw. 2010 und mittlerweile nicht mehr modern, für die erste Ideenfindung dennoch hilfreich. Mittlerweile gibt es schon die Ausgaben 3 (2013) und 4 (2014).
Möchte man auf den aktuellen Stand der Webdesign Trends bleiben, folgt man Blogs wie web creme oder webdesign inspiration.

3. CSS-Frameworks lernen
Ein weiterer Weg zum guten Webdesign kann auch der Einsatz von CSS-Frameworks wie Bootstrap, Foundation, Pure (oder ein ganz anderes) sein. Bereits mit den Standardtemplates kann man schöne Designs umsetzen.
Setzt man das Framework von Twitter, Bootstrap, ein, kann man auf viele freie Templates auf OpenSource Basis zurückgreifen. Diese kann man nach Belieben seinen eigenen Vorstellungen anpassen. Wenn man sich von der Masse abheben will, sucht man auf den diversen Plattform eine kostenpflichtige Vorlage. Versteht man dann noch die Design-Grundlagen, fällt es leichter aus den vielen Bäumen des Vorlagenwaldes sich die Rosen herauszupicken.

4. Pattern
Als Software Entwickler ist man vertraut mit Entwurfsmuster, z.B. mit den Patterns der Gang of Four. Entwurfsmuster sind Lösungsschablonen für wiederkehrende Probleme. In der Software Entwicklung steht man häufig vor Herausforderungen, über die sich andere bereits Gedanken gemacht haben. Anstatt das Rad neu zu erfinden, schaut man sich an, ob es bereits brauchbare Lösungsansätze gibt. Im Webdesign ist es manchmal ganz ähnlich. Registrierungsformulare gibt es häufiger, ebenso Darstellungen von Benutzerprofilen oder Datentabellen. Die Seiten UI-Patterns und die Design Pattern Libray von Yahoo sammeln Entwurfsmuster für Webdesign. Hilfreich können auch Sammlungen zu UI und UX bei Pinterest sein.

5. Design Guidelines
Google hat mit dem neuen Design für Android 5 eine sehr ausführliche Guideline erstellt. Der Guide beginnt mit einer Einführung in Design Prinzipien und erklärt ausführlich, wie man Fonts, Layouts und weitere Vorgaben umsetzen soll, damit eine Android App so ausschaut, wie Google sich das vorstellt. Die Guideline ist natürlich für die Entwicklung von Android Apps ausgelegt, die Regeln kann man prinzipiell aber auch für Webseiten verwenden. Und in Zeiten von responsive Webdesigns werden native Webseiten den Smartphone Apps immer ähnlicher.
Hilfreich finde ich vor allem die Farbpaletten und die Regeln, wie man sich ein Satz aus Primär- und Sekundärfarben zusammenstellt. Lehrreich ist auch der Vergleich von do und dont’s bei der Gestaltung von Layouts.
Analog hat Microsoft eine Guideline für das Kacheldesign von Windows 8 (früher Metro genannt) und Apple bietet ebenfalls Hilfestellungen für seine App-Entwickler an.

Es gibt verschiedene Wege wie man sich als Webentwickler an das Thema Webdesign wagen kann. Bei all den Ansätzen darf man aber nicht vergessen, dass eine gute Webseite von weiteren Kriterien abhängt. Bei allen kreativen Ausschweifungen darf der Benutzer der Webseite und damit die Benutzerschnittstelle nicht aus den Augen verloren werden. Was hilft ein schickes Design, wenn man den Login-Button nicht findet.

Frauen-Comedy im TV

13. März 2015 Lustig

Im deutschen TV gibt es viele Comedy Shows, manche gut, viele eher nicht. Zu meinen Lieblingsserien gehören Ladykracher und Knallerfrauen. Ich finde Anke Engelke und Martina Hill einfach genial in ihren Rollen. Und ich finde, dass diese beiden Serien viel zu wenig zitiert werden im Netz. Deswegen gibt es hier meine TOP 3 der beiden Shows.

Ladykracher
Das Tor zur Hölle

Fuchs du hast die Gans gestohlen

Revolution im Märchenwald

Knallerfrauen
Gute Nacht Lied

Ich will Fleisch

Ehrlichkeit und Vertrauen

Und wer auf britischen Humor steht, liest den Blog Büro116, ebenfalls eine weibliche Produktion.

Windowsbackup mit rsync

7. März 2015 Systemadministration

windows, backup, rsync, cygwin
Für die Durchführung von regelmäßigen Backups auf Linuxsystemen ist rsync eine gute Option. Das Programm ist flexibel und sehr performant. Für Windows vermisse ich immer noch ein ähnliches Werkzeug. Nun habe ich eine Möglichkeit gefunden mit dem Linuxprogramm auch unter Windows zu arbeiten.
Der erste Schritt ist die Einrichtung von Cygwin. Cygwin erlaubt die Ausführung von Linuxprogrammen unter Windows. Es ist eine Art Wrapper, das die Unix-API unter Windows bereitstellt. Einmal installiert und ausgeführt öffnet sich ein Terminal und man fühlt sich wie auf einem Linuxsystem. Die Laufwerke von Windows werden wie gewohnt als Verzeichnisse gemountet (im Cygwin Installationsordner).
Für die Sicherung kann man nun ein Bashskript erstellen und ausführen lassen. Ein Backup eines Ordners unter Windows kann mit rsync dann so aussehen:

#bash
rsync -aP --delete /zu-sichern-pfad /backup-pfad

Diese Konfiguration nutze ich für eine 1-zu-1 Sicherung meiner Entwicklungsumgebung. Auf ältere Backups bin ich nicht angewiesen, da ich dafür eine Versionsverwaltung nutze.
Backups in eine Datei oder inkrementelle Sicherungen kann man unter cygwin mittels tar und gzip realisieren.