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Blog von Daniel Grewing

Auf den Weg zur Superintelligenz

10. April 2016 Allgemein

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Vor wenigen Wochen gingen Berichte über ein Duell im Spiel Go zwischen einem der besten Spieler der Welt, Lee Sedol,  und der Software von Google AlphaGo durch die Medien. Das Spiel Go ist noch komplexer als Schach und es wurde lange daran gezweifelt, dass eine Software so bald in der Lage sein würde einen Profispieler schlagen zu können. Nach drei Partien stand es am Ende 3:1 für AlphaGo.

Einige waren überrascht, dass der Sieg so deutlich für Google ausging. Mich überraschte vielmehr, dass es bereits jetzt, 2016, soweit war. In Superintelligenz beschreibt Nick Bostrom die Gefahren bei der Entwicklung der künstlichen Intelligenz. Sein Buch erschien 2014 und Bostrom ist eine bekannte Kompetenz auf dem Gebiet der Zukunftsforschung und Superintelligenz.

Superintelligenz (wörtl. Über-Intelligenz) bezeichnet Wesen oder Maschinen mit dem Menschen überlegener Intelligenz. Der Begriff findet insbesondere im Transhumanismus und im Bereich der Künstlichen Intelligenz Verwendung. Ein tatsächlich geistig überlegenes Wesen, das die Kriterien einer Superintelligenz erfüllt, ist nach heutigem Kenntnisstand nicht bekannt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Superintelligenz

In einem Vergleich macht er deutlich, bei welchen Spielen und ab welchem Jahr der Mensch kein Gegner mehr für einen Computerspieler war. Interessant ist, dass Bostrom für das Spiel Go 2014 eine Computerintelligenz noch als amateurhaften Spieler einstufte. Zwei Jahre später kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, dass ein menschlicher Spieler jemals eine Chance gegen AlphaGo oder eine andere Software haben wird. Zum Vergleich wann eine Software bei bekannten Spielen ein übermenschlicher Gegner war: Backgammon 1979, Dame im Jahr 1994 und im Schach besiegte 1997 Deep Blue von IBM den Schachweltweister Kasparow.

Es ist also viel eher eingetreten. Es kann natürlich sein, dass Bostrom eine falsche Einschätzung über den aktuellen Stand der KI-Forschung gehabt hat. Es kann aber auch bedeuten, dass die großen Internetunternehmen wie Google, Facebook oder Apple an Systemen arbeiten von denen wir nichts ahnen und sie dann plötzlich der Öffentlichkeit vorstellen. Ich denke wir werden in den nächsten Jahren noch einige Überraschungen im Bereich der künstlichen Intellegenz erleben.

Bostrom beschreibt ein sehr düsteres Bild in Superintelligenz und für ihn scheint es nur eine Frage der Zeit bis eine Superintelligenz die Macht über die Menschheit übernimmt. Seine Schlussfolgerungen scheinen mir durchaus logisch und seine Motivation ist auch eine Diskussion in der Gesellschaft anzuregen (der erste Gipfel in Deutschland findet im April statt). Ich bin aber skeptisch, dass eine KI-Software so schnell zu einer Superintelligenz reifen kann und in der Lage wäre, die Geschicke der Menschheit zu lenken. Aber vielleicht ist es doch bald soweit und wir werden von einer Superintelligenz überrascht, die es als ihre Lebensaufgabe sieht möglichst viele Büroklammern herzustellen.

13. Dezember 2015
von
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Ein Blog ist nicht genug

Ich führe diesen Blog seit etwa einem Jahr. Ohne bestimmtes Ziel habe ich diesen Blog gestartet. Ich wollte einfach nur einen Blog haben und schauen wohin es führt. Wie das Archiv offenbart habe ich keinen wirklichen Themenschwerpunkt. Ich wollte mich … Weiterlesen

Beginn der Weihnachtszeit

8. November 2015 Allgemein

Dieses Wochenende habe ich mit dem Bau eines Knusperhäuschens die Weihnachtszeit eingeläutet. Nach diesem Rezept
http://www.chefkoch.de/rezepte/156961069052870/Lebkuchenhaus.html
habe ich die Bauteile erstellt. Wer die genaue Backzeit wissen möchte, die leider nicht im Rezept angegeben wird, schaut sich den Kommentar von Nora vom 08.11.2008 14:47 Uhr an.
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Für den Zusammenbau macht man sich dann Zement aus Eiweiß und Puderzucker. Dazu habe ich zehn Eiweiß zu Eischnee aufgeschlagen und anschließend etwa acht oder neun Packungen Puderzucker gesiebt und untergerührt.

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Der Dachbau war etwas kniffelig. Aber als guter Baumeister weiß man sich zu helfen und nimmt ein paar Holzspieße zur Hilfe

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Steht das Haus dann (nachdem das Dach nach dem zu frühen Entfernen der Holzspieße abgerutscht ist, man sich total einsaut, versucht das Dach zu retten und dann weitere Holzspieße einfach mit Gewalt reinbohrt), dekoriert man nach Belieben

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Und dann der Vergleich mit der Konkurrenz
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Die Holzspieße konnte ich dann am nächsten Morgen natürlich ohne Probleme wieder entfernen. Abschließend haut man den restlichen Zuckerguss als Schnee auf das Haus; so kann man dann auch die letzten Baumängel wunderbar verdecken.

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Kuboshow 2015

25. Oktober 2015 Allgemein

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Die Kuboshow ist eine Kunstmesse, die jährlich in den Flottmannhallen in Herne stattfindet. Junge Künstler haben die Möglichkeit ihre Werke einem Publikum vorzustellen und zu verkaufen. Die Auswahl der etwa 100 Künstler findet nach verschiedenen Kriterien statt. Wichtig ist, dass die Künstler Profis sind, also von ihrer Arbeit leben. Das können Autodidakten sein, aber meistens sind die Künstler Studenten oder Absolventen einer Kunstakademie. Weitere Kriterien sind eine gewisse Auswahl vorhandener Werke, einen Stil, der zur Kuboshow passt und eine realistische Einschätzung der Preise. Die Macher der Kuboshow betonen auch, dass die Auswahl sehr subjektiv ist und bei Kunst auch zwangsläufig ist.
Diesmal jährte sich die Kuboshow zum 20. Mal mit dem Subtitel “Das ist der Anfang”. Ich war jetzt das vierte Mal Jahr dort und bin immer wieder von vielen Werken begeistert. Noch habe ich mir kein Werk gekauft. Ich denke aber, die Preise sind sehr einsteigerfreundlich (wohl auch etwas zu niedrig. Die Kuboshow stößt bei der Preisgestaltung auch mal auf Kritik anderer Galerien). Ein Besuch lohnt sich, wenn man sich mal ein Kunstwerk anschaffen oder seine Sammlung erweitert möchte.
Hier eine Auswahl von Werken, die mir sehr gefallen haben.
Kuboshow 2015

Tinkerforge mit neuen Bauteilen

30. August 2015 Allgemein

Tinkerforge hat eine ganze Palette von neuen und überarbeiteten Bricklets herausgebracht. In einer vierteiligen Artikelserie auf ihrem Blog werden die einzelnen Neuerungen vorgestellt.
Sehr interessant finde ich folgende Sensoren.

Accelerometer Bricklet

Das Accelerometer Bricklet ist mit einem 3-Achsen Beschleunigungssensor ausgestattet. Aus der gemessenen Beschleunigung entlang der drei Achsen kann dann die Neigung des Bricklets in Form des Roll- und Nickwinkels berechnet werden

Diesen Sensor möchte ich auch in einer nächsten Idee eines IoT-Projekts einsetzen (darüber werde ich hier auch noch berichten). Dieser Sensor würde sich auch für eine Drohne eignen. Als Idee habe ich noch, mal eine komplett autonome Drohne zu bauen, die sich anhand der Werte dieser Sensoren bewegt. Die Drohne soll sich selbstständig im Raum bewegen können. Bei diesem Projekt scheitert es bei mir aber noch bei den Kenntnissen zu Motoren und der E-Technik im Allgemeinen, also alles was so mit Löten zu tun hat.

Laser Range Finder Bricklet

Das Laser Range Finder Bricklet verwendet einen Laser-Enfernungssensor und kann Entfernungen von bis zu 40m mit einer Auflösung von 1cm und Geschwindigkeiten von bis zu 127m/s mit einer Auflösung von 1m/s bestimmen.

Dieser Sensor könnte auch bei einem Drohnenprojekt als Abstandsmesser zum Einsatz kommen. Er ist schon ziemlich teuer (>100€), aber ich finde die Genauigkeit schon bemerkenswert. Er würde sich vielleicht auch bei einer Lösung für eine Einpark-Hilfe für Autos eignen.

Dust Detector Bricklet

Mit dem Dust Detector Bricklet können Bricks Staubdichte messen. Die gemessene Staubdichte kann in µg/m³ ausgelesen werden.

Die Idee auf Tinkerforge, diesen Sensor zu nutzen um den nächsten Staubsaugen-Termin zu bestimmen, ist sicher ganz interessant. Nett wäre auch eine Dunstabzugshaube in der Küche, die auf die Rauchentwicklung reagiert. Möglich wäre auch ein Feuermelder; aber so einen Sensor würde ich nicht als Hobbyprojekt umsetzen, sondern lieber auf die Profigeräte vertrauen ;-).

Amazing Pattern Library

3. Mai 2015 Allgemein, Webdesign

Für Grafik- oder Webprojekte braucht man öfters mal Muster für Hintergründe. Diese Pattern gibt es im Netz wie Sand am Meer. An vernünftige und zugleich kostenlose zu kommen ist aber gar nicht so einfach. Gute Pattern zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie als Bilddatei klein sind und zusammengesetzt als Muster großflächig gut wirken.
Vor kurzem bin ich auf das Pattern-Projekt von Tim Holmann und Claudio Guglieri gestossen. Auf ihrer Webseite “The Amazing Pattern Library” pflegen sie eine kleine, aber hochwertige Auswahl von Pattern.

Das Ziel ihres Projekts ist:

THIS ON GOING PROJECT COMPILES PATTERNS SHARED BY
THE MOST TALENTED DESIGNERS OUT THERE FOR YOU
TO USE FREELY IN YOUR DESIGNS.

Ein Blick auf die Webseite lohnt sich. Ich finde die Patternsammlung sehr sehenswert und denke, dass einige der Patterns gut für Webprojekte funktionieren.

Hello World

1. Februar 2015 Allgemein

start Heute starte ich meinen Blog. Auf ein Thema habe ich mich noch nicht festgelegt. Der Titel dieses Beitrags und meine Domain lassen vielleicht schon erahnen, in welche Richtung es gehen könnte.
Kurz zu mir: Ich bin Softwareentwickler und programmiere beruflich und privat Webanwendungen. Dennoch werde ich keinen reinen IT-Blog starten, sondern auch andere Themen behandeln.

Das Titelbild hat mir freundlicherweise Stefan Grundmann zur Verfügung gestellt. Jetzt schmückt es nicht nur mein Büro, sondern auch meinen Blog (und mein Twitter-Profil).

Erwähnen muss möchte ich auch noch den Blog von drei lieben Kolleginnen, buero116 The Royal Office